Nach der Meinung der Gründer ist das klassische Business-Modell mit geleasten Autos oder gar einem stetigen Neukauf von Fahrzeugen vorbei. Stattdessen wollen sie mit ihrem Abo-Modell das Bedürfnis stillen, möglichst flexibel mit dem eigenen Wagen zu sein und regelmäßig auf ein neues Fahrzeug setzen zu können. Zu diesem Zweck ist es bei "Faaren" möglich, alle 30 Tage auf einen neuen Wagen zu setzen. So wären in den Sommermonaten zum Beispiel sportliche Modelle möglich, in den Wintermonaten kann eine Limousine oder ein SUV in dem Modell gebucht werden. Dabei setzt man bei Faaren bisher auf die Zusammenarbeit mit einem Händler aus Würzburg, der aus seiner Flotte an Gebrauchtwagen die entsprechenden Fahrzeuge für das Abo zur Verfügung stellt. Die Preise richten sich dabei an die Klasse der Wagen, an die gewünschte Kilometerzahl und die allgemeine Laufzeit des Abos.


Kleine aber stetig wachsende Auswahl an Wagen

Momentan befinden sich 23 Wagen in der Flotte von "Faaren". Wer sich etwa für einen Volkswagen Up! entscheidet, ist bereits mit 400 Euro im Monat dabei. Ein Passat wird derzeit mit etwa 900 Euro bewertet. Beinhaltet sind darüber hinaus 1.250 Kilometer im Monat. Wer einen Unfall mit den Wagen der Flotte baut, hat eine Selbstbeteiligung von 1000 Euro zu zahlen. Dafür sind alle Zulassungen, Steuern und sonstigen Gebühren, die sich sonst zu einem Kostenfaktor summieren, bereits in dem Abo des Start-Ups enthalten. Sie selbst verdienen dabei Geld durch die Gebühr, die sie durch die Händler erhalten. Für jedes vermittelte Abo und somit die Nutzung der Fahrzeuge gibt es einen entsprechenden Anteil an das Start-Up. Die Händler selbst profitieren natürlich auch: Sie haben die Möglichkeit Kapital zu nutzen, das bisher nur auf dem Hof steht. Da es sich um Gebrauchtwagen und Leasing-Rückläufer handelt, sind diese Wagen im Verkauf eher schwer zu vermitteln. Auch die Diesel-Debatte hat bei vielen dieser Fahrzeuge dazu geführt, dass sie im normalen Handel aufgrund der Unsicherheit der Verbraucher wohl eher schwer zu vermitteln wären.


Abo-Modelle werden immer beliebter

Die Idee für ein Abo-Modell ist indes nicht neu. Selbst die großen Hersteller selbst, etwa BMW, experimentieren mit entsprechenden Vertriebsmodellen. In den USA ist ein Start-Up tätig, das im Abo-Modell einen neuen Wagen binnen von drei Tagen für seine Kunden zur Verfügung stellt. Dabei sind sich alle Beteiligten auf dem Markt einig: Die Kunden wünschen sich inzwischen deutlich mehr Flexibilität im Umgang mit ihren Autos. Besonders die Enthusiasten erfreuen sich an immer neuen Autos. Selbst die meisten Leasing-Verträge haben daher für die Bedürfnisse der Fans zu lange Laufzeiten.