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Investmentwissen

Altersvorsorge

Die Altersvorsorge ist ein Thema, dem gerade junge Menschen wenig Beachtung schenken. “Dazu ist später noch Zeit”, denken sich viele – wenn sie überhaupt darüber nachdenken. Wer sich allerdings früh mit privater Altersvorsorge beschäftigt und in die passenden Produkte anlegt, wird im Alter profitieren. 

Warum private Altersvorsorge wichtig ist

Immer häufiger reicht die gesetzliche Rente nicht aus, um den Lebensstandard im Rentenalter aufrecht zu erhalten. Seit 2010 stieg die Zahl derer, die später armutsgefährdet sind, um über 30 Prozent. Als armutsgefährdet gilt, wer in Deutschland weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Dieser Schwellenwert entspricht in Deutschland einem Nettojahreseinkommen von 13.628 Euro. 

Es gibt also triftige Gründe, sich diesem Thema anzunehmen und sich zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt. Denn obwohl fast zwei Drittel der Deutschen davon ausgehen, dass sie ihren Lebensstandard nach der Rente nicht halten können und sogar rund 70 Prozent ihre persönliche Vorsorge als unzureichend einschätzen, gab über die Hälfte an, im nächsten Jahr nicht fürs Alter vorsorgen zu wollen.  

Die drei Säulen der Altersvorsorge in Deutschland

Aktuell bestimmt ein System aus drei Säulen das deutsche Vorsorgesystem. Fast alle Angestellten und auch einige selbstständige Berufe sind im staatlichen System pflichtversichert. Obwohl diese Säule nur die Basis der Versorgung fürs Alter darstellt, macht sie bei den meisten Menschen im Ruhestand den größten Teil der Rente aus. Um den Lebensstandard halten zu können, sollten sich Arbeitnehmer aber zusätzlich absichern. Denn bis 2030 wird damit gerechnet, dass das Rentenniveau auf 40 Prozent schrumpfen wird. Wer den Lebensstandard auch nach der Rente halten will, sieht sich also einer Rentenlücke von 60 Prozentpunkten gegenüber. Diese Lücke sollte gestopft werden, zum Beispiel über die betriebliche Vorsorge. Die betriebliche Altersvorsorge gehört, wie auch die Riester-Rente, zur zweiten Säule der Altersvorsorge in Deutschland und wird auch als geförderte Vorsorge bezeichnet. Die Förderung besteht aus Zulagen vom Staat bzw. steuerlicher Absetzbarkeit. Die dritte Säule der Altersvorsorge ist die private Vorsorge. Sie wird nicht gefördert und muss vom Nettogehalt gezahlt werden. Darunter fallen private Lebens- oder Rentenversicherungen. 

Altersvorsorge mit Fonds und ETFs

Die Auseinandersetzung mit der Vorsorge für den Ruhestand ist außerdem eine gute Gelegenheit, sich ganz generell mit seinen persönlichen Finanzen zu befassen. Denn neben gesetzlicher und betrieblicher Altersvorsorge bietet die private Vorsorge verschiedene flexible Modelle für die Altersvorsorge. Das kann für viele Privatanleger auch den Einstieg an den Kapitalmarkt bedeuten. Eine Möglichkeit ist die Anlage in Wertpapiere. Besonders einfach ist das Anlegen in Investmentfonds. Die Anlage in solche Produkte wird zwar nicht durch den Staat mit steuerlichen Vorzügen unterstützt, bietet bei der richtigen Wahl der Produkte aber deutlich höhere Erträge für den Ruhestand. 

Dass Deutschland bisher kein Land der Aktionäre ist, ist allgemein bekannt. Eine Studie im Auftrag der deutschen Börse von 2019 ergab, dass die Angst vor mangelndem Finanzwissen dabei eine große Rolle spielt. Und tatsächlich ist die fehlende Finanzbildung bei der Altersvorsorge ein weiteres Problem. Dabei sind Sparpläne in ETFs oder die Anlage in andere Fondsprodukte kein Hexenwerk und bei ausreichender Laufzeit mit relativ wenig Risiko verbunden. Die richtigen Produkte für die private Altersvorsorge lassen sich mit der CAPinside-Fondssuche schnell, einfach und transparent finden. Entdecken Sie die besten Fonds in verschiedenen Anlageklassen (z.B. Aktienfonds, Mischfonds) und Themen (z.B. Gesundheit, Technologie) und vergleichen Sie ihre Vorauswahl übersichtlich miteinander.