Megatrends

Food

Dass in der Ernährungsbranche eine Revolution bevorsteht, zeigen die nackten Zahlen. Zum Beispiel im Sektor für alternative Proteine: im ersten Quartal 2020 stiegen die Investments in dem Bereich auf beeindruckende 930 Millionen US-Dollar. Schon allein die Summe zeigt, wie wichtig solche neuen Ernährungstrends sind. Noch beeindruckender ist allerdings die Dynamik, die sich hinter den 930 Millionen US-Dollar versteckt.

Denn im letzten Jahr lag die Summe noch bei 824 Millionen US-Dollar – allerdings nicht im letzten Quartal, sondern im gesamten Jahr. Damit wurden innerhalb von drei Monaten 11 Prozent mehr Kapital in das Thema investiert, als im ganzen vorausgegangenen Jahr. Investitionen in alternative Proteine sind dabei nur ein kleiner, wenn auch sehr interessanter Aspekt einer umfassenden Umwälzung in der Ernährungsbranche und im Megatrend Ernährung. Das Investieren in die Lebensmittelindustrie wird damit immer attraktiver.

Die Food-Revolution: Der Konsument denkt um

Ähnliche Wachstumsstories gibt es auch für Nahrungsmittel aus Kulturhanf, Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe, Diäten und viele andere Unterarten der Ernährungsbranche. Die Liste lässt sich noch beliebig weiterführen, doch hinter ihnen allen steht das Umdenken der Konsumgesellschaft, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Um die Entwicklungen der gesamten Nahrungsmittelbranche nachzuvollziehen, lohnt deswegen ein Blick auf die Konsumierenden.

Nach wie vor spielte etwa für deutsche Bürger vor allem der Geschmack die größte Rolle, mittlerweile wünschen sich aber 90 Prozent auch, dass ihr Essen gesund ist. Außerdem werden die Konsumierenden beim Einkauf bewusster. So sind in den letzten Jahren regionale Herkunft, Tierwohl oder ein fairer Handel wichtige Entscheidungsmerkmale geworden. Darüber hinaus bezeichnen sich inzwischen 55 Prozent der Deutschen als Flexitarier, die kaum oder bewusst weniger Fleisch essen, als zuvor. Das bestärkt den Megatrend Ernährung.

Strukturelle Trends als Treiber für Food-Innovationen

Weniger Fleisch bedeutet auch mehr Interesse an Ersatz. Dadurch werden auch vegane und vegetarische Lebensmittel ein immer wichtigerer Teil der Nahrungsbranche. Und auch hier geht es für die Verbraucher neben dem Geschmack und reinem Interesse um Tierwohl, Gesundheit und das Klima. Zusätzlich zwingen andere Bedingungen von außen, wie eine fortschreitende Urbanisierung, eine wachsende Weltbevölkerung und Umweltgründe die Nahrungsmittelbranche zu einer Food-Revolution, bei der auch Anleger mehr und mehr profitieren können.

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