Philip Klinkmüller
Mitgründer und Geschäftsführender GesellschafterNachricht senden

Bauen die Edelmetall Minen Luftschlösser oder ein solides Fundament?

Die Minenwerte konnten zwischenzeitlich ihre gesteckten Ziele erreichen, was für sich gesehen auch alles vollkommen in Ordnung geht. Beleuchtet man dies aber im Verhältnis zum Goldpreis, kommen die Werte aber einfach nicht gut weg.

Die Faustregel besagt ja eigentlich, dass die Minen dem Goldpreis vorauslaufen sollten. Davon haben wir zwar noch nie wirklich was gehalten. Fakt ist aber die Verhältnisse stimmen aktuell nicht mit Gold überein. Das Ganze passt gerade mal noch so zur Entwicklung von Silber. Welches ja selbst massiv im Rückstand gegenüber dem Goldpreis liegt.

Nun kann man uns als überempfindlich bezeichnen, doch mit Hoffen war am Finanzmarkt noch niemand erfolgreich. Sprich, wir gehen lieber frühzeitig auf die Warnsignale ein als zu spät. Übergeordnet betrachten wir das Ganze so oder so als Aufwärtskorrektur in einer größeren Abwärtsbewegung. Daher würde es wenig überraschen, wenn wir scheitern. Doch selbst dafür sind die bisher erreichten Kurse fast zu schwach. Eigentlich hätte bei Überschreiten von $1400 in Gold hier die Hölle losbrechen müssen und wir direkt in eine dritte Welle übergehen sollen, der impulsivsten und längsten Phase einer Aufwärtsbewegung. Doch dergleichen ist nicht passiert. Entsprechend haben wir auf Sicht der kommenden Tage, zumindest mit einer Konsolidierung zu rechnen, wenn die Limits nach oben nicht genommen werden.

Der GDX hat die Zone für eine mögliche Welle i in Weiß maximal ausgereizt. Über $26.62 müssen wir vom bereits erfolgten Start der Welle iii ausgehen. Was wir ehrlich gesagt auch erwartet hatten nach dem Abheben von Gold. „Doch hätte hätte Fahrradkette.“ Damit bleibt die Chance auf eine Gegenbewegung in Welle ii erhalten. Diese ist dann einerseits der Härtetest für die Bullen und andererseits nochmal ein guter Einstieg. Vorausgesetzt die Bullen finden nicht doch noch etwas Nitro und brechen die kommenden Tage über $26.62 aus.

 

 

Dem GDXJ ergeht es ähnlich wie dem GDX. Er reizt ebenfalls die Zone für die Welle i in Weiß sehr weit aus. Kann sich aber genauso wenig über die 100%-Extension bei $37 absetzen wie der GDX. Es bedürfte auch hier dieses Schrittes, um den Markt direkt in Welle iii zu treiben. Solange die Bullen dies nicht bewerkstelligen, haben wir noch immer die Chance auf eine Welle ii in Weiß. Hier gilt das Gleiche wie beim GDX.

 

 

Blicken wir abschließend mal noch auf den HUI und den XAU. Hierbei ist ja immer interessant, wie sich die eigentlichen Werte entwickeln, da ja der GDX als auch der GDXJ ebenso von Zuflüssen profitieren, was in den rein synthetischen Indexen HUI und XAU ja nicht der Fall ist. Diese tracken ganz nüchtern den Preis der darin enthaltenen Aktien. Zusätzlich haben wir seit 2016 unsere Alpha-Position im HUI laufen. Die uns ebenfalls eine gute Indikation liefert, wo wir uns befinden. Diese wurde damals bei rund $170 eröffnet und liegt aktuell im Plus. Aber hierin sind noch immer einige Titel, die deutlich unter den damaligen Kursen notieren.

Egal von welcher Seite man die Sache also beleuchtet, man kommt zum immer gleichen Ergebnis. Hier muss mehr gehen! Der HUI liegt gemessen am Goldpreis aus 2016 aktuell $100 zurück!

 

 

Wir kommen also insgesamt zu der Einschätzung, ja, wir trauen den Bullen eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung prinzipiell zu, werden dabei aber eine Null-Toleranz-Politik fahren. Denn es gibt einfach zu viele Anzeichen, die uns zur Vorsicht mahnen und in den vergangenen drei Jahren gut dafür waren, uns vor groben Fehlern in diesem Sektor zu schützen. Wir wissen, dass Vielen diese Sicht nicht gefällt. Doch wir wollen hier kein Beliebtheits-Wettbewerb gewinnen, sondern best-möglich und nüchtern diesen Markt einschätzen und so sollte jeder das auch sehen.